Kraniche gegen Atomkraft

Kraniche AtomkraftHeute haben wir uns an der Aktion „1000 Kraniche gegen Temelin“ beteiligt. Zeitgleich in Bayern, Tschechien und Polen wurden um 12 Uhr aus Papier gefaltete Kraniche an Luftballons mit der Aufschrift „Atomkraft – nein danke“ vom Neumarkt aus in den Himmel geschickt.  Gefordert wird der sofortige Baustopp und die Abschaltung des tschechischen Kernkraftwerkes Temelin. Diese lang geplante Aktion hat durch die jüngsten Nachrichten von der Fukushima-Katastrophe zusätzliche Aktualität gewonnen.

Hier sind weitere Bilder von der Aktion – danke an Volkmar Zschocke für die Fotos!

Außerdem wurden wieder am Wahl-Infostand von Petra Unterschiften für die Bürgerenergiewende gesammelt.

Der Kranich ist in Japan traditionell das Symbol für Hoffnung, Glück und Gesundheit und seit Jahrzehnten auch das Symbol der Anti-Atom-Bewegung. Nach einer Legende erfüllt sich ein Wunsch, wenn man 1.000 Kraniche faltet. In den vergangenen Wochen haben Atomkraftgegner im In- und Ausland bei verschiedenen Veranstaltungen mehr als 1.000 Kraniche gefaltet.

dpa hatte den Termin berichtet:
GRÜNE:
Umweltschützer protestieren gegen AKW Temelin =
Marktredwitz/Chemnitz (dpa) – Atomkraftgegner in Bayern und Sachsen haben gegen das tschechische AKW Temelin protestiert. Aktionen gab es am Samstag unter anderem in Chemnitz, Amberg und Marktredwitz. Die Demonstranten forderten ein Ende von Betrieb und Ausbau des umstrittenen Atommeilers, der rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt. Auf einer Konferenz am kommenden Wochenende will die Initiatorin und Grünen-Politikerin Brigitte Artmann mit weiteren Umweltschützern Klagepläne gegen den geplanten Ausbau des AKW Temelin um zwei Reaktorblöcke schmieden.
Die tschechischen Sozialdemokraten, die als Favoriten in die Parlamentswahl Ende Oktober ziehen, sprachen sich unterdessen für das 8 bis 12 Milliarden Euro teure Projekt aus. «Es ist klar, dass wir nicht ohne Atomenergie auskommen», sagte Parteichef Bohuslav Sobotka der Zeitung «Pravo» (Samstag). Eine endgültige Entscheidung über die Ausbaupläne wird Ende 2014 oder 2015 erwartet.

Auch die Freie Presse hatte eine ausführliche Meldung gebracht – nur leider aus aktuellem Anlass dann um einen Tag verschoben! So standen drei Leute am Sonntag vergeblich auf dem Platz. Aber die nächste Gelegenheit kommt, spätestens am Fukushima-Jahrestag. Und natürlich zur Eröffnung der Braunkohle-Fotoausstellung am 19. September um 17.30 Uhr im Grünen Salon.

Verwandte Artikel