PM: Überarbeitung der Stundentafeln

 

GRÜNE: Eine pauschale Streichung oder Kürzung einzelner Fächer ist nicht zielführend!

Zais: Ich hatte erwartet, dass bei der Überarbeitung der Stundentafeln Qualitätsaspekte und inhaltliche Fragen handlungsleitend sind.

Zum Artikel in der heutigen Ausgabe in der Tageszeitung Freie Presse (‚Sachsen will bei den Schulstunden sparen‘, 02.03.2018) und zur heutigen Pressemitteilung des Kultusministeriums erklärt Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Die Pläne zur Überarbeitung der Stundentafeln sind nicht neu. Ich hatte jedoch erwartet, dass dabei Qualitätsaspekte und inhaltliche Fragen handlungsleitend sind. Eine pauschale Streichung oder Kürzung einzelner Fächer ist nicht zielführend. Es macht eben einen großen Unterschied, ob ich die Zielsetzung verfolge, die Unterrichtsbelastung zu reduzieren, oder ob es darum geht, die Folgen des Lehrermangels abzufedern.“

„Dass Grundschullehrerinnen und -lehrer nur dann in den Genuss einer Höherstufung kommen sollen, wenn sie mehr Stunden unterrichten, halte ich schlicht für Erpressung. Wer so mit den Lehrkräften umgeht, darf sich über verhärtete Fronten nicht wundern.“

„Ich bin es leid, den koalitionsinternen Streit zu kommentieren. Ich empfehle, mehr und vertraulich miteinander anstatt mit der Presse zu reden. Dann kommt am Ende auch was dabei heraus. Das groß angekündigte Konzept zur Sicherung des Lehrerbedarfs und zur Nachwuchsgewinnung ist inzwischen Monate überfällig. Die Zeit drängt!“

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