PM: Demo: „Gekommen, um zu bleiben“

 

GRÜNE fordern Kultusminister Piwarz auf, mit den Vertretern der Natur- und Umweltschule eine Lösung zum Erhalt der Schule zu finden.

Zais: Das Kultusministerium hat die Fach- und die Rechtsaufsicht. Es kann die Entscheidung des Landesamtes korrigieren.

Zur heutigen (15.06.2018) Demonstration der Natur- und Umweltschule (NUS) in Dresden unter dem Motto „Gegründet um zu bleiben“ erklärt Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Leidenschaft und Entschlossenheit die NUS-Kinder, ihre Eltern sowie die Pädagoginnen und Pädagogen für ihre Schule kämpfen. Ihr Engagement ist beispielhaft und verdient größten Respekt.“

„Die Demonstration hat einmal mehr ein deutliches Zeichen für den Erhalt der NUS gesetzt. Die Schule ist wichtig: für die Kinder, deren Eltern und zur Weiterentwicklung der Schullandschaft in Dresden und Sachsen insgesamt.“

„Kultusminister Christian Piwarz (CDU) zieht sich auf formale Positionen zurück. Wir vertreten eine andere Auffassung. Auch wenn das Gericht feststellt, dass kein Anspruch auf Genehmigung besteht, zeichnet letztlich der Minister verantwortlich. Als oberste Schulaufsichtsbehörde obliegt dem Kultusministerium die Fach- und Rechtsaufsicht. Er kann – und sollte – die Entscheidung des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) Dresden korrigieren.“

„Zu jedem Zeitpunkt im nunmehr siebenjährigen Kampf um die Genehmigung der NUS wäre ein Einlenken und eine außergerichtliche Lösung möglich gewesen. Das gilt nach wie vor. Ich bestärke die Verfechter der NUS, an ihrer Forderung nach einem persönlichen Gespräch mit Kultusminister Piwarz festzuhalten.“

„Der fehlende Wille zu einer einvernehmlichen Lösung lässt darauf schließen, dass es freie Schulen – insbesondere die ohne großen Träger – in Sachsen künftig noch schwerer haben werden. Das beunruhigt mich sehr.“

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