PM: Größer denken im Interesse der Kleinen

 

GRÜNE fordern ‚Masterplan‘ für mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung.

Zais: Die Staatsregierung muss endlich vorausschauend handeln, damit die Situation in den Kitas nicht ähnlich dramatisch wird wie an den Schulen.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag fordert von der Staatsregierung einen „Masterplan“ zur Sicherung und Steigerung der Qualität in Kindertageseinrichtungen. Der entsprechende Antrag steht kommenden Mittwochabend auf der Tagesordnung der Landtagssitzung.

„Sachsen hat mit dem sächsischen Bildungsplan eine hervorragende theoretische Grundlage für qualitativ hochwertige Arbeit in den Kitas. Es fehlen Fachkräfte, die sowohl die Zeit als auch die Möglichkeit haben, ihn umzusetzen“, erklärt Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

„Wenn die von der Staatsregierung im April 2018 initiierte Umfrage zur frühkindlichen Bildung etwas gezeigt hat, dann dass viele Maßnahmen für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung notwendig sind. Dazu zählen die Verbesserung des Personalschlüssels, ausreichend Vor- und Nachbereitungszeit, die Förderung von Kitas mit besonderen Problemlagen und die Kindertagespflege. Doch die Staatsregierung hat nach wie vor keine Strategie, wie und wann das geschehen soll.“

„Damit sich die Situation in den Kitas und der Tagespflege nicht ähnlich zuspitzt wie an den Schulen, erwarten wir jetzt von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) einen ‚Masterplan‘, der die mittel- und langfristigen Zielstellungen zur Verbesserung der Qualität der frühkindlichen Bildung enthält, anstatt sich weiter von Haushalt zu Haushalt zu hangeln. Die versprochenen 75 Millionen Euro pro Jahr – die Bundesmittel schon eingerechnet! – reichen für spürbare Verbesserungen in den Einrichtungen schlicht nicht aus „, begründet Zais den Antrag der GRÜNEN-Fraktion.

„Die Argumentation des Kultusministers, er könne keinen mehrjährigen ‚Masterplan‘ aufstellen, weil man damit künftiges Regierungshandeln zu sehr binden würde, ist fadenscheinig. Dann könnten wir Ende des Jahres auch keinen Doppelhaushalt für 2019/20 beschließen oder in anderen Bereichen mittel- und langfristige Personalplanung betreiben.“

>> Der GRÜNE Antrag „Frühkindliche Bildung im Freistaat Sachsen: Qualität langfristig sichern und steigern – „Masterplan“ auflegen“ (pdf-Datei; Drs. 6/13572)

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